Nach dem ersten öffentlichen Auftreten und dem Einstieg in den Wettkampfsport beim Mannheimer Indoorcup 2016,
wollte die Jugend nun das erste mal ihr Können bei einer Regatta unter freiem Himmel testen.

Optimal dafür ausgelegt ist die, vom Kanu-Club Rheinau organisierte, KCR-Regatta im Hafen 21 in Mannheim. Überschaubar, nicht weit weg und wie sich zeigte sehr angenehm und gut organisiert.

Hier gleich vorne weg ein dickes Lob an die Veranstalter!

Am Sonntag den 03.07.2016 war es soweit.
Um 08:30 Uhr trafen wir uns an der Drachenhalle; ein Zelt und weiteres Equipment für den angenehmen Aufenthalt wurde auf den Pickup verladen und schon starteten wir in Richtung Mannheim, um dort mindestens vier 250m-Rennen zu fahren. Sollten wir uns für das Finale qualifizieren, dürften wir sogar noch ein 500m-Rennen mit einer Wende bestreiten...

 

 

 

Klar war für alle; wir fahren dorthin um zu lernen. Wir erwarten nichts und geben alles um das bestmögliche Ergebnis zu erkämpfen. Ziel war, dass jeder aus dem angetretenen Team auch zum Paddeln kommt. Eine große Herausforderung für uns Trainer dabei immer die optimale Besetzung zu finden. Es wurde bunt durchgetauscht und immer wieder die Besatzung geändert. Keine zwei Läufe wurden mit der selben Mannschaft gefahren.

Als Paddler dabei waren von der Jugend:

  1. Jule
  2. Kira
  3. Nicola
  4. Mona
  5. Fabian
  6. Frederick
  7. Paul
  8. Julian
  9. Jeremi

Als "Supporter" mit vor Ort waren Sandra und ich (Zagg). Auch Roland und Norman, die sich für ein nicht zustande gekommenes "Erwachsenen-Boot" eingetragen hatten, konnten bei der Jugend mitfahren. Erstklassig getrommelt wurde von Mira, die auf Grund ihrer Verletzung selbst nicht paddeln konnte.
Weitere Unterstützung erhielten wir von Sheela, Eltern und Freunden die als "Fans" mit vor Ort waren oder zeitweise vorbei schauten. Vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seid!

Die Zeiten zweier Vorläufe sollten addiert werden und so die zwölf Mannschaften in sechs Fun- und sechs Sport-Teams einteilen. Danach sollte wiederum die Zeitsumme aus zwei weiteren Klassen-Läufen den vier Zeitschnellsten den Einzug ins Finale ermöglichen.

Im ersten Lauf blieben Roland, Norman und ich an Land und ließen so, unterstützt von Sandra, alle aus der Jugend starten. Auf Schlag fuhr das inzwischen eingespielte Schlag-Duo Mona und Fabian. Dahinter kamen Nicola und Julian, Kira und Paul, Sandra und Frederick, Jeremie und Jule. Gesteuert hat uns ein leichter, junger Mann vom Veranstalter. Nach einem sehr guten Start, wir hatten wohl die Nase kurz vorne, setzten wir uns deutlich von einem der Boote ab und hielten mit den anderen beiden Gegner-Booten klasse mit. Auf der Strecke schoben sich diese jedoch minimal nach vorne und wir fuhren auf einen starken dritten Platz.

1. Vorlauf

1. Platz

Drachenjäger

1.12,4

2. Platz

Platzhirsche

1.12,7

3. Platz

Dragon Teen Spirit

1.14,5

4. Platz

Rhein-Neckar-Drachen

1.20,0

Direkt nach dem Rennen eine erste schelle Analyse. Mit der Erfahrung von der DM in Schwerin wurde sofort erkannt: Die Startfrequenz war etwas zu niedrig. Auch auf der Strecke müssen wir im nächsten Lauf die Frequenz höher halten. Das Boot war vorne zu leicht, wir schoben gegen unsere Welle an!

 

 

Plananpassung und Umstrukturieren der Besatzung folgten direkt und schon wurde sich für den zweiten Lauf warm gemacht.

Hinter den Schlagleuten, Mona und Fabian, saßen Norman und ich (wir mussten aus Gewichtsgründen immer zusammen ins Boot) um deutlich mehr Gewicht nach vorne zu bringen. Zumal wir in diesem Lauf auch einen merkbar schwereren Steuermann hatten. Dahinter kamen direkt Julian und Nicola, Sandra und Kira, Roland und Frederick.
Das Boot lief besser, gerade glitt es durchs Wasser, die angestrebten höheren Frequenzen gingen durchs Boot. Lediglich die KGN-Jugend setzte sich deutlich ab. An den beiden anderen Teams blieben wir dran und erkämpften uns zum Ende einen knappen Vorsprung der uns den zweiten Platz bescherte.

2. Vorlauf

1. Platz

KGN Jugend

1.10,6

2. Platz

Dragon Teen Spirit

1.13,4

3. Platz

Pro Block 9

1.13,6

4. Platz

Platzhirsche

1.13,9

Erneut wurde die Besatzung geändert. Andere sollten wieder fahren und so ging die Planungsarbeit von vorne los. Nun hatte auch den letzten absolut der Ergeiz gepackt. Gegen all unsere Erwartungen war nun klar, hier können wir etwas reißen. Wir sind gut! Wir fahren technisch stark und können vorne mitmischen.
Schon vorher waren kurz angedachte Pläne, bewusst schwache erste Läufe zu fahren, nicht weiter verfolgt worden. Lieber bei den starken Teams hinten dabei sein und sehen was geht, war klar unser Ziel. Alles geben war angesagt! Im Nachhinein hätten wir im Fun-Bereich sicher den ersten Platz gemacht. Unser Ziel war die richtige Entscheidung. Für uns und die Teams aus dem Funbereich.

Mit diesen Zeiten und Platzierungen hatten wir uns klar in das Feld der sechs Sport-Boote platziert und würden nun also dort die beiden weiteren Rennen fahren.

 

 

Erneut passten wir die Besetung der Plätze an. Gesteuert wurden wir wieder von dem Steuermann, den wir bereits aus dem zweiten Vorlauf kannten. Da hatten wir bereits Probleme gesehen, die sich im Rennen aber nicht bemerkbar machten. Jetzt sollte es uns aber einen Nachteil mit sich bringen. Er ließ am Start unser Boot etwas schräg in Position treiben und steuerte uns dann leider einen recht großen Bogen. In den Videos deutlich zu erkennen und ein unnötiger großer Nachteil. Dazu kam, dass er sein Gewicht kein bisschen verlagerte um die leichte Linkslage des Bootes auszugleichen.
Ein netter Herr, aber er wurde unseren Ansprüchen nicht gerecht und es war sehr unangenehm das Rennen so zu fahren.

Trotz der Umstände erkämpften wir uns mit einer deutlich vorne liegenden KGN-Jugend einen tollen, aber knappen zweiten Platz gegen die Green-Dragons. Allerdings kostet uns das ganze viel Zeit und darauf kam es für den Einzug ins Finale ja schließlich an.

1. Vorlauf Sport

1. Platz

KGN Jugend

1.12,9

2. Platz

Dragon Teen Spirit

1.16,6

3. Platz

Green Dragons

1.17,0

 Erneut wurden die Plätze im Boot neu vergeben. Erste große Änderung, einer von uns steuert das Boot. Julian war der inzwischen erfahrenste mit passendem Gewicht und übernahm das Steuer. Auf Schlag fuhren weiterhin Mona und Fabian, gefolgt von Norman und mir, Frederik und Nicola, Kira und Jule, Roland und Paul.
Mit einem spitzen Start, hier lagen wir fast immer vorne, einer optimalen Trimmung und einer jetzt unseren Wünschen entsprechenden Steuerweise, mussten wir uns nur einem Gegner geschlagen geben und konnten uns wesentlich deutlicher von den Green Dragons absetzten, als im Lauf zuvor.

2. Vorlauf Sport

1. Platz

Drachenjäger

1.14,0

2. Platz

Dragon Teen Spirit

1.15,2

3. Platz

Green Dragons

1.16,8



Jetzt kam es darauf an wie die anderen Teams fahren... Banges warten auf die Ergebnise!

 

 

Leider sind wir dann mit einem fünften Platz, ganz knapp hinter den Platzhirschen, unseren Freunden aus Heddesheim, nicht ins Finale gekommen. Was hier die Steuerprobleme des 1. Sport-Vorlaufes ausgemacht haben,ist im Grunde uninteressant. Wir gönnen allen ihren Erfolg, sind weiter gekommen als wir es uns jemals erträumt hatten und bringen in Zukunft immer unsere eigenen Stuerleute mit.

Die Jugend ist richtig stark! Wir haben da echt was gerissen und sehr starke Gegner hinter uns gelassen.... Ich freue mich auf die Zukunft!
Außerdem war die Stimmung mal wieder richtig Spitze... Mit euch macht es wirklich immer Spaß!

Ich danke euch für den schönen und richtig erfolgreichen Sonntag!

 

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