On the River again!

 

 

Wir erkunden den Rhein...


An die Wanderfahrt vom letzten Jahr (Straßburg-Ladenburg) anknüpfend,
starteten wir in diesem Jahr von Ladenburg aus um den Rhein bis zur Loreley zu erkunden.
Mit den Erfahrungen des Vorjahres wurden die Streckenabschnitte kürzer geplant,
um außerhalb des Bootes noch etwas unternehmen zu können.

 


Der Spaß stand wie immer im Mittelpunkt!

 

Das Team:

Jule Walz
Mona Fuchs
Nicola Sawinski (später dazu gestoßen)
Paul Tessmer
Tim Ruster
Marius Steigerwald
Fabian Steigerwald
Frederik Fahldiek
Jeremi König
Zagg


Die erste Etappe führte uns ca. 30 km bis nach Worms.
Die Schleuse in Feudenheim brachte uns mit einigen Sportbooten und ganz kurzer Wartezeit nach unten
und schnell erreichten wir die Neckarmündung.
An der BASF entlang fuhren wir das erste Rheinstück des Jahres.
Mit kleineren Pausen erreichten wir unser Ziel, das Geländer des Kanuvereins Worms e.V.
Hier wurden wir sehr freundlich empfangen und durften als DKV-Mitglied sehr günstig unsere Zelte aufschlagen.
Bis Markus Walz und sein Vater uns den Versorgungswagen brachten, besuchten wir den in der Nähe liegenden Wormser Tierpark.

Schon auf dem Weg, durch einen Wald am Rhein entlang, dorthin wurden unsere Befürchtungen war...
Die Mücken waren unerträglich!
Also hampelte eine immer wieder um sich schlagende und Mücken verjagende Meute durch die Gegend
und versuchte mit möglichst wenigen Stichen den Zoo zu erreichen.
Im Streichelzoo des Tierparks fanden die Ziegen großen Gefallen an dem Steuermann-Kilt. Sie versuchten immer wieder in anzuknabbern...

Vielen Dank Markus & Papa für die erste Gepäcktour!

Zurück am Zeltplatz wurden die Zelte aufgeschlagen. Es wurde Essen gekauft, zusammen Nudeln gekocht und nach dem Essen gingen die ersten auch schon,
vor allem durch die Mücken vertrieben, ins Zelt zum Schlafen.

 

 

Der zweite Tag begann im Regen und sollte sich auch nicht ändern...
Alles war Nass...
Das Gepäck wurde vor Ort liegen gelassen und mit vereinzeltem Murren, ansonsten aber guter Stimmung,
machten wir uns auf die nächste Etappe durch den Regen bis zum Kanuverein Guntersblum.

Zum Glück mussten wir in Guntersblum nicht zelten!
Hier angekommen fanden wir zunächst dank einer großen Deichbaustelle nicht den richtigen Weg, erreichten aber quer durch den Matsch letztendlich unser Ziel.
In dem schönen Bootshaus der Wassersportfreunde Guntersblum konnten wir uns breit machen.
Es gab ein Zimmer mit Doppelstockbetten, eine Küche mit Herd und Spülmaschine und einen großen Aufenthaltsraum und wir durften alles nutzen.
Ein sehr freundlicher Herr zeigte uns alles, drückte uns den Schlüssel in die Hand und überließ uns das gesamte Gelände.


Nicola, die noch Arbeiten musste nahm die Fahrerei auf sich,
holte unser Gepäck mit dem von Dietmar Schuff bereit gestellten Sprinter in Worms und brachte es nach Guntersblum.

Dietmar, vielen, vielen Dank für deine ständige schnelle und tolle Hilfe bei der Jugend!

Nicola, danke, dass du für uns so viel gefahren bist und das Gepäck getragen hast!

Trotz des Wetters entschieden wir uns unter einem Vordach zu grillen.
Ein Klasse Abendessen!

Mit Spielen ließen wir den Abend ausklingen und überlegten uns wegen des Wetters und des erst spät eintreffenden Gepäcks auch erst spät zu starten.
Bei Einbruch der Dunkelheit stieß noch ein älteres Pärchen mit einem Kanadier dazu.
Wir halfen das Boot durch die Baustelle zu bringen, bekamen je Kopf mindestens fünf Mückenstiche dazu und flohen zurück ins Haus.

Am nächsten Tag blieb es zwar nicht ganz trocken, regnete aber deutlich weniger als am Tag zuvor.
Nächstes Ziel waren die Kanufreunde Mainz-Mombach.

Hier angekommen konnten alle schnell duschen gehen. Nicola fuhr wieder unser Gepäck.
Da sie aber bis 16 Uhr arbeiten musste und dann nochmal nach Guntersblum um unseren Krempel alleine zu verladen, war mit ihr nicht vor 20 Uhr zu rechnen.

Da alle hungrig waren erlaubten wir uns einen Besuch bei Burger-King.
Im Bauhaus wurde Anti-Mücken Kram gekauft und nachdem Nicola eingetroffen war wurde recht spät gekocht.
Es gab Nudeln mit Bolognese-Soße oder Pesto und Salat.

Bei einem schönen Abendprogramm wurde es recht spät bis alle in ihre Schlafsäcke gekrochen waren.


Wegen des schlechten Wetters durften wir in den Umkleideräumen schlafen und mussten die nassen Zelte nicht wieder in den Regen stellen.

 

 

Man schenkte uns das Übernachtungsgeld wegen des schlechten Wetters und wir legten zur nächsten Etappe in Richtung Bingen ab.
Aller freuten sich auf den immer schöner werdenden Rheinabschnitt.

 

In Bingen angekommen, bekamen wir den Zugangs-Code zum Gebäude des Rudervereins.
Da bis etwa 20 Uhr noch Sportbetrieb zu erwarten war planten wir bis dahin etwas in Bingen zu unternehmen.

Während die anderen duschen gingen, fuhr Mona mit mir im Taxi zurück nach Mainz um dort den zurück gelassenen Wagen mit dem Gepäck zu holen.
Da als Fahrer eingeplante Paddler kurzfristig doch nicht mitgekommen waren und Nicola endlich auch zum Paddeln kommen sollte, gab es hier keine andere Lösung.

Direkt nach unserer Rückkehr besuchten alle gemeinsam die Ruinen der im 2. Weltkrieg zerstörten Hindenburg-Brücke
und fuhren danach mit der Fähre über den Rhein um das Niederwalddenkmal zu besichtigen.

 

Von hier oben hat man einen unglaublich tollen Ausblick auf das Rheintal und die von uns bereits befahrene Strecke.

 

Mit einem richtig guten Abendessen im "Zollamt" direkt am Rheinufer ließen wir den Tag ausklingen um danach in der Bootshalle
unsere Iso-Matten auszurollen und es uns in den Schlafsäcken bequem zu machen.

 

Durch das unglaublich schöne Rheintal ging es am nächsten Tag weiter Richtung unserem letzten Ziel, der Loreley in Sankt Goar.
Endlich hatten wir auch wieder gutes Wetter.
Hier wurde es spannend. Der Rhein verjüngt sich deutlich, die Schifffahrt rückt sehr nahe zusammen und die Strömung wird deutlich stärker.
Teilweise wird es in den Kurven so eng, dass Schiffsbegegnungen nicht möglich sind
und die Schiffart von Wahrschauen aus via Ampeln geregelt werden muss.

Die erhofften Maximal-Geschwindigkeiten wurden uns jedoch durch einen starken Gegenwind zunichte gemacht.
Dennoch waren wir sehr flott an unserem Ziel angekommen.

 

 

Richard, von der Funboat Marina in Sankt Goar hat uns sehr freundlich empfangen.
Nachdem er uns bei Problemen auf der Strecke auch Hilfe vom Motorboot aus angeboten hatte,
überließ er uns für wenig Geld auch noch eine sehr gut ausgestattet Ferienwohnung direkt am Hafen.
Das Anlegemanöver in eine alte Nato-Rampe direkt in der der Strömung klappte mit der Jugend hervorragend und schnell war das Boot aus dem Wasser.
Während die Jugend die Wohnung bezog überließ man uns spontan ein Motorrad mit dem wir in Bingen den Gepäck-Transporter holen konnten.

So fuhr ich im Steuermanns-Kilt und mit Crocs an den Füßen mit Nicola auf dem Motorrad die schöne Strecke am Rhein zurück,
sodass Nicola den Sprinter zu uns fahren konnte.

Vielen Dank an die Leute der Funboat Marina!

Den letzten Abend aßen wir gemeinsam im kleinen Lokal auf der Steganlage unserer Gastgeber
und wurden von Richard mit sehr leckeren Schweinerückensteaks und Bratkartoffeln versorgt.
Am Rheinufer aßen wir noch Wassermelone und Fabian nahm mal wieder seine Gitarre in die Hand und so hatten wir einen weiteren wunderschönen Abend.
Während der eine Teil hier dann in die Betten ging, wanderten die Hartgesottenen noch zum nahen Dorffest und feierten bis spät in die Nacht.

Am letzten Tag besuchten wir noch die Sommerrodelbahn und gaben uns ein heißes Duell in unterschiedlichen Besetzungen der Bobs um die Höchstgeschwindigkeit...
Letztendlich schafften es Paul und Frederik nicht nur schneller als der Rest von uns zu sein,
sondern überboten mit 36,1 Km/h auch den aktuellen Streckenrekord von 35,8 Km/h...

Nun mussten wir schnell zurück, packen aufräumen, denn Monas Mutter und Herr Steigerwald standen schon zum Abholen bereit.
Vielen Dank auch hier für die Hilfe und für die Geduld!

Tim fuhr mit mir im Sprinter das Boot zurück.

 

Es war wirklich schön, auch wenn das Wetter nicht so auf unserer Seite war.
Im nächsten Jahr wollen wir wieder daran anknüpfen und den Rhein von der Loreley aus bis ins Ruhrgebiet zu erkunden...

 

Mehr Bilder sind hier in unserer Galerie!